Zum Hauptinhalt gehen

Überblick

Der prozentuale Anteil der nach Frauen benannten Straßen ist im nationalen Vergleich deutlich niedriger als der von Straßen, die nach Männern benannt wurden. Nicht zuletzt aus diesem Grund zielt die Nationale Frauenbewegung mit der Aktion „Affichons l‘égalité“ (Ein Zeichen für die Gleichstellung) darauf ab, die Politik und die Öffentlichkeit für die verstärkte Sichtbarkeit verdienter Frauen im öffentlichen Raum zu sensibilisieren. In diesem Zusammenhang entschied die Stadt Luxemburg, sechs stark frequentierte Straßen und einen gut besuchten Platz symbolisch umzubenennen.

Die Stadt Luxemburg setzt sich entschlossen für eine gerechtere Zukunft ein und erkennt die Gleichstellung von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen, als fundamentales Recht an. Um die Chancengleichheit in allen Lebensbereichen sicherzustellen, gilt es daher, jegliche Arten der Diskriminierung und von Hindernissen zu erkennen und auszuräumen. Um die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern, erarbeitete die Stadt einen mehrjährigen Aktionsplan, der politische Maßnahmen auf Gemeindeebene festlegt und auf der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene basiert. Um dieser Aufgabe im Alltag gerecht zu werden, erhält die Stadt Unterstützung durch die Gleichstellungsbeauftragte, die sich für eine strukturierte und dauerhafte Gleichstellungspolitik einsetzt, und die beratende Kommission für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Organisation:

Bürgermeister- und Schöffenkollegium
Beratende Kommission für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Rue Dr. Marie-Paule Molitor-Peffer

Rue Beaumont -> Rue Dr. Marie-Paule Molitor-Peffer

Dr. Marie-Paule Molitor-Peffer (1929 – 1999)

Nach Abschluss ihres Medizinstudiums, eine zur damaligen Zeit für Frauen noch sehr unübliche Wahl, machte sich Marie-Paule Peffer vor allem durch ihr Engagement für eine moderne Sexualerziehung, den Zugang zu Verhütungsmitteln und die Entkriminalisierung von Abtreibungen verdient. Als Gynäkologin sprach sie heikle Themen an und brach die Tabus der luxemburgischen Gesellschaft. In zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Stellungnahmen und Briefen an Zeitungsredaktionen usw. prangerte sie die Gewalt gegen Frauen an. Im Jahr 1965 gründete Marie-Paule Peffer die Organisation Planning Familial mit Sitz in Luxemburg.

Rue Elsy Jacobs

Rue des Capucins -> Rue Elsy Jacobs (1933 – 1998)

Elsy Jacobs (1933 – 1998)

In einer Zeit, in der Frauen weitgehend vom Profisport ausgeschlossen waren, begann die aus dem Pfaffenthal stammende Elsy Jacobs einen harten Kampf, um den Professionalismus im Frauenradsport durchzusetzen. Obwohl sie keine Sportlizenz besaß, nahm sie an Rennen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden teil und wurde wiederholt ausgeschlossen, bis ein französischer Rennstall sie unter Vertrag nahm. 1958 gewann Elsy Jacobs die erste Weltmeisterschaft im Damenradsport. Insgesamt holte sie 15 luxemburgische Meistertitel im Straßenrennen und bestritt 1059 Rennen, von denen sie 301 gewann.

Rue Helen Buchholtz

Rue de la Poste -> Rue Helen Buchholtz (1877 – 1953)

Helen Buchholtz (1877 – 1953)

Charlotte Helena Buchholtz, die einer wohlhabenden Bürgerfamilie entstammte, nahm bereits in früher Kindheit Privatunterricht in Klavier, Geige und Solfège (Gehörbildung). Da es damals noch keine Musikhochschulen gab, brachte sich die junge Frau alles autodidaktisch bei. Sie war die erste Frau in Luxemburg, der es gelang, sich einen Namen in der Welt des Musikschaffens zu machen. Im Laufe ihres Lebens, das sie hauptsächlich der Musik widmete, komponierte sie 139 Werke. Allerdings veröffentlichte die Komponistin, die bis zu ihrem Tod in der Stadt Luxemburg lebte, gerade einmal ein Zehntel davon.

Rue Joséphine Jacquemart-Jaans

Rue Genistre -> Rue Joséphine Jacquemart-Jaans (1890 – 1988)

Joséphine Jacquemart-Jaans (1890 – 1988)

Sport spielte seit jeher eine übergeordnete Rolle im Leben von Joséphine Jaans. Obwohl sie wegen eines Unfalls ihre Stelle als Sportlehrerin aufgeben musste, engagierte sie sich weiterhin für Frauensport. Im Jahr 1925 gründete sie den luxemburgischen Frauensportverband Fédération Luxembourgeoise des Sports Féminins, der Basketball zur führenden Sportart für Frauen machte. Im Jahr 1937 organisierte die passionierte Sportlerin das dritte nationale Turnfest für Frauen. Ihren unerschütterlichen Mut stellte sie unter Beweis, als sie sich gemeinsam mit ihrem Sohn der Widerstandsbewegung anschloss. Im Jahr 1941 wurde sie festgenommen und verbrachte zwei Jahre im Gefängnis. Nach dem Krieg engagierte sich Joséphine Jaans in der nationalen Lotterie und blieb bis zu ihrem 95. Lebensjahr sportlich aktiv.

Place Lily Unden

Place d’Armes -> Place Lily Unden (1908 – 1989)

Lily Unden (1908 – 1989)

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs kehrte Lily Unden in jungen Jahren zusammen mit ihrer Familie nach Mühlenbach in der Stadt Luxemburg zurück. Nach Abschluss ihres Studiums an der Kunsthochschule trat sie als Malerin dem Cercle Artistique Luxembourgeois (Luxemburgischer Kunstverein, CAL) bei, wo sie regelmäßig ihre Werke ausstellte. Im Jahr 1942 wurde Lily Unden als Mitglied des Widerstands festgenommen und in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Nach ihrer Befreiung führte sie ihre Kunstausbildung in New York fort. Später unterrichtete sie Kunst in verschiedenen schulischen Einrichtungen in Luxemburg. Literarisch widmete sie sich der Poesie und brachte ihre Erinnerungen an die Kriegsgefangenschaft zu Papier. Neben zahlreichen Auszeichnungen für ihr Engagement im Widerstand erhielt die Autorin die silberne Dicks-Rodange-Lentz-Plakette der Actioun Lëtzebuergesch.

Rue Lise Rischard-Meyer

Grand-Rue -> Rue Lise Rischard-Meyer (1868 – 1940)

Lise Rischard-Meyer (1868 – 1940)

Lise Meyer lebte zusammen mit ihrem Ehemann Camille Rischard am Boulevard Royal in der Stadt Luxemburg, als sie ihren Sohn in Paris besuchen wollte, bevor dieser als Soldat einberufen wurde. In der französischen Hauptstadt gestrandet, lernte sie die englischen Offiziere Captain George Bruce und Captain Lewis Campbell kennen, die ihr anboten, sie nach Luxemburg zurückzubringen. Bedingung war jedoch, dass sie sich bereit erklärte, für den englischen Geheimdienst zu arbeiten. Innerhalb kürzester Zeit baute sie ein Spionagenetz auf, um die Eisenbahnbewegungen der Deutschen während des Ersten Weltkriegs zu beobachten und darüber Bericht zu erstatten. Lise Rischard gelang es, wichtige Informationen über die deutschen Truppenaktivitäten zu sammeln, die sie in verschlüsselter Form an den Geheimdienst der Alliierten übermittelte. Nach dem Krieg wurde Lise Meyer mit dem Verdienstorden Croix de guerre avec palmes gewürdigt und zum Commander of the British Empire ernannt.

Avenue Liliane Thorn-Petit

Avenue de la Porte-Neuve -> Avenue Liliane Thorn-Petit (1933 – 2008)

Liliane Thorn-Petit (1933 – 2008)

Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaften in Paris begann Liliane Petit eine Karriere als Journalistin. Sie schrieb für zahlreiche Zeitschriften, darunter das Lëtzebuerger Journal, d’Lëtzebuerger Land, Le Jeudi, Le Républicain Lorrain und die belgische Ausgabe der Paris Match. Darüber hinaus arbeitete sie für das Radio Luxemburg sowie den französischen Fernsehsender RTL, für den sie die Sendung Portraits d’artistes realisierte. Im Jahr 1957 heiratete sie den Politiker Gaston Thorn und wurde einige Jahre später Mitbegründerin des Nationalen Frauenrats in Luxemburg sowie der Liberalen Frauenvereinigung.

Die
Dienststelle kontaktieren

Kontakt

9, bd FD Roosevelt
L-2450 Luxembourg

Secrétariat
Tél. 4796-4247/ 4248/ 4144/ 4252
drh@vdl.lu ou sec-drh@vdl.lu

Département Rémunération / Carrières
Tél. 4796-2686
paien@vdl.lu

Département Recrutement
Tél. 4796-2679
recrutement@vdl.lu

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag

8:30 bis 11:30 Uhr und 13:30 bis 16:30 Uhr

Die vernetzte Stadt

Folgen Sie der Stadt Luxemburg in den sozialen Medien

Soziale Netzwerke

Folgen Sie der Stadt Luxemburg in den sozialen Netzwerken.