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Besuch eines Lyzeums

Frage von Rätin Brömmel

Für die Grundschulklassen des Zyklus 4.2 werden im Hinblick auf den Übergang zum Sekundarunterricht Besuche in Lyzeen organisiert. Angeblich hat eine Klasse des Zyklus 4.2 aus Gasperich während der Schulstunden das Privatlyzeum Marie-Consolatrice in Esch/Alzette, eine katholische Schule, besucht.

Was ist der Mehrwert eines solchen Besuchs? Hatte der Schöffenrat Kenntnis von diesem Besuch und kann er ihn befürworten? Warum werden die betroffenen Klassen aus den Schulen der Stadt Luxemburg nicht ermutigt, ein oder mehrere Lyzeen auf dem Gebiet der Hauptstadt zu besuchen?

Antwort von Schöffin Colette MART

Die Klassen des Zyklus 4.1 und 4.2 der Grundschule nehmen am Projekt „ORIKA – Eisen éischten Dag am Lycée“, das vom Unterrichtsministerium organisiert wird, teil. Alle Besuche finden während der Schulstunden statt.

Der Schöffenrat hat keine Kenntnis von einem angeblichen Besuch des Privatlyzeums Marie-Consolatrice in Esch/Alzette. Die Klassen des Zyklus 4.2 aus Gasperich sollten eigentlich am 2. März 2022 das Lycée Robert Schuman besuchen, doch musste dieser Besuch wegen der Pandemie durch eine Videokonferenz ersetzt werden. Später wurde zusätzlich ein Besuch der Schule „Sainte-Sophie“ in Kirchberg organisiert. Es ist demnach möglich, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt hat.

EU-Mission „Klimaneutrale und intelligente Städte“

Frage von Rätin Linda Gaasch

Die EU-Kommission hat kürzlich die Namen der 100 Städte aus der EU und assoziierten Ländern, die an der EU-Mission „Klimaneutrale und intelligente Städte“ teilnehmen werden, bekannt gegeben. Ziel ist es, dass diese Städte bis zum Jahr 2030 Klimaneutralität erreichen.

75 % der EU-Bevölkerung leben in urbanen Gebieten. Die Städte verbrauchen 65 % der Energie und sind für 70 % der CO2-Emissionen verantwortlich. Die 100 ausgewählten Städte sind Vorreiterinnen auf dem Gebiet des ökologischen Übergangs in der EU. Sie profitieren von Beratung und individueller Begleitung, umfangreicher finanzieller Unterstützung, einer Netzwerkbildung, vom Austausch bewährter Praktiken und der Unterstützung bei der Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in diese Mission. Insgesamt hatten 377 Städte eine Bewerbung eingereicht. Unter den 100 zurückbehaltenen Städten befindet sich eine einzige Stadt aus Luxemburg, nämlich die Stadt Differdingen.

In der Presse hieß es, die Stadt Luxemburg habe ihre Kandidatur eingereicht, sei jedoch nicht zurückbehalten worden. Ihr Name ist allerdings nicht in der Liste der Städte, die eine Bewerbung eingereicht haben, zu finden. Hat die Stadt Luxemburg eine Bewerbung eingereicht? Sind die Bewerbungsunterlagen verfügbar? Falls nicht, warum hat die Stadt Luxemburg nicht teilgenommen, bzw. warum wurde ihre Kandidatur nicht zurückbehalten? Wann beabsichtigt die Stadt Luxemburg, die eine Vorreiterrolle beim ökologischen Übergang einnehmen will, die Klimaneutralität zu erreichen?

Antwort von Schöffe Patrick GOLDSCHMIDT

Die Stadt Luxemburg hat beschlossen, nicht an der erwähnten Initiative teilzunehmen, da dies einen erheblichen Arbeitsaufwand für die zuständige kommunale Dienststelle bedeuten würde, ohne einen wirklichen Mehrwert für die Stadt darzustellen. Im März 2022 hat die Stadt Luxemburg das im Jahr 2017 im Rahmen des Klimapakts verabschiedete „Leitbild“ insofern angepasst, als das Ziel eingeschrieben wurde, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 55 % zu verringern und bis zum Jahr 2050 die Klimaneutralität zu erreichen.

Das kleine Team des Umweltbeauftragten arbeitet an mehr als 50 sehr umfangreichen Dossiers, um diese Ziele zu erreichen.  Es nützt nichts, sich so ambitiöse Ziele zu geben, dass wahrscheinlich keine Stadt sie erreichen kann. Die Subsidien, die den teilnehmenden Städten ausbezahlt werden, haben bei der Entscheidung der Stadt Luxemburg, an dieser Initiative teilzunehmen oder nicht, keine Rolle gespielt. Der einzige wirkliche Mehrwert sind die Kontakte zu anderen Städten, doch können diese Kontakte auch ohne die Teilnahme an dieser Initiative hergestellt werden.

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