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Name

  • Deutscher Name: Stockente (Wildente)
  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Anas platyrhynchos

Etymologie

Der Gattungsname anas ist lateinischen Ursprungs und bedeutet „Ente“. Das Art-Epitheton platyrhynchos setzt sich zusammen aus Griechisch platýs („platt“, „breit“) und rhýgchos („Schnabel“, „Schnauze“).

Die Stockente ist weltweit die bekannteste wildlebende Entenart: Sie ist fast flächendeckend verbreitet und hat sich an verschiedenste Ökosysteme angepasst. Sie ist die Stammform der Hausente, die als Heim- und Nutztier gehalten und gezüchtet wird. Die Stockente stammt ursprünglich wohl aus Asien, besonders verbreitet ist sie heute jedoch in Mitteleuropa. Sie ist für ihr markantes Gefieder und insbesondere das bunt schillernde Prachtgefieder des Männchens bekannt. Die Stockente hat sich zwar in Kulturlandschaften stark ausgebreitet, ist aber dennoch recht menschenscheu. Dies trifft besonders auf Populationen zu, die fernab von Siedlungsräumen leben.

Verbreitung und Lebensraum

Als Lebensraum bevorzugt die Stockente Feuchtgebiete oder flache Binnengewässer. Brutplätze befinden sich regelmäßig auch abseits der Gewässer, z. B. auf brachliegenden Grundstücken oder sogar Bäumen. Die Stockente hält sich vornehmlich in Gewässern auf, etwa in natürlichen oder künstlichen Teichen. Sie sind höchst gesellig und leben gern auch in Gemeinschaft mit anderen verwandten Wasservögeln, die sie in ihrer Nähe recht gut akzeptieren.

Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Pflanzen (vor allem Algen und Wasserpflanzen), sowie aus Samen und Beeren. Gelegentlich verspeist sie auch Würmer, Schnecken, Larven, Schalentiere, Frösche, Kaulquappen und sogar Aale und begibt sich auch an Land, in der Umgebung von Flussmündungen, in Teichen und auf Feldern auf Nahrungssuche.

Während der Brutzeit legt das Weibchen meist zwischen drei und zwölf Eier und bebrütet diese allein. Nach etwa 15 bis 27 Tagen schlüpfen die Entenküken. Die Küken sind klein und haben ein gelbes, braungeflecktes Flaumfederkleid. Nach dem Schlüpfen sorgen sie praktisch vom ersten Tag an für sich selbst.

Die weiblichen Jungvögel verlassen das Nest, bevor sie drei Monate alt sind. Sie lassen sich für gewöhnlich in einem anderen Gebiet nieder und gründen dort ihre eigene Familie. Die Wildente hat die Fähigkeit, sich schnell an menschliche Siedlungsräume anzupassen. Daher hält sich ihre Population recht stabil, bei steigender Tendenz. Einen besonderen Schutzstatus hat die Vogelart daher nicht.

Grundsätzlich handelt es sich um einen Zugvogel, das Zugverhalten ist aber unterschiedlich ausgeprägt, je nachdem, wo sie ihren Lebensraum hat. Populationen aus Nordeuropa wandern im Winter in der Regel nach Nordafrika. Je näher sie aber zum Mittelmeer hin angesiedelt ist, desto seßhafter ist sie und wandert allenfalls als Nahzieher. In Mitteleuropa finden sich auch sesshafte Populationen, vor allem in Ländern mit einem milderen Klima wie Luxemburg.

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