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Name

  • Deutscher Name: Rosalöffler
  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Platalea ajaja

Etymologie

Der Gattungsname Platalea und das Art-Epitheton ajaja wurden von dem deutschen Naturforscher Georg Marggraf (1610–1644) in seiner Naturgeschichte Brasiliens (1648) eingeführt. Seinen Namen erhielt der Rosalöffler wohl durch die Einwohner einiger Regionen in Brasilien.

Er gehört zu den Watvögeln und erreicht eine Körperlänge von 71 bis 81 Zentimetern. Sein großer, grünlich-gelber Schnabel hat eine Löffelform und am Kopf ist er nackt. Nacken, Hals, Rücken und Brust sind Weiß. Ansonsten ist er Rosafarben mit kräftig roten Schultern. Seine Beine sind in derselben Farbe wie der Schnabel. Die Jungtiere sind komplett weiß. Das Verbreitungsgebiet des Rosalöfflers erstreckt sich von den Südstaaten der USA bis nach Uruguay und schließt die Inseln Aruba, Bonaire, Curaçao und Margarita mit ein.

Er ist in Venezuela weit verbreitet und lebt in Höhenlagen von bis zu 3500 Metern; als Nahzieher bewegt er sich zwischen dem Maracaibo-Becken und den Grassteppen im Westen des Landes. Überall im Land bewohnt er Feuchtgebiete, Marschland, die Umgebung von Flussmündungen, Lagunen, Flussufer und Sümpfe in Tiefebenen und Warmgebieten. Heute ist die Vielfalt dieser Umgebungen geringer und der Bestand des Rosalöfflers ist zurückgegangen, wie dies aufgrund der zunehmend austrocknenden Wasserkörper auf zahlreiche Wasservogelarten zutrifft.

Dieser Vogel ist tagaktiv und lebt als Einzelgänger oder in Familiengruppen. Seinen Schnabel nutzt er geschickt zum Fischfang: Indem er ihn in das Wasser eintaucht und ihn hin und her bewegt, lässt er kleine Wasserströme entstehen, die Fische, Weichtiere, Krabben und Insektenlarven anziehen.

Das tassenförmige Nest befindet sich einen bis fünf Meter über dem Boden und wird in der Ufervegetation aus den Materialien gebaut, die gerade in der Umgebung zu finden sind. Das Gelege besteht aus zwei bis vier weißen, braungefleckten Eiern. Der Rosalöffler nistet in kleinen und manchmal auch größeren Kolonien.

Einige Fakten

  • Geschlechtsdimorphismus ist nicht zu beobachten.
  • Der Rosalöffler ernährt sich von kleinen Reptilien, Amphibien und Insekten.
  • Zur Fortpflanzung keine weiteren Angaben.
  • Das tassenförmige Nest wird mit pflanzlichen Materialien ausgelegt.
  • Er ist weit verbreitet und lebt in Höhenlagen von über 3500 Metern über dem Meeresspiegel.

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