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Name

  • Deutscher Name: Kaninchenkauz (Präriekauz, Höhleneule)
  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Athene cunicularia

Etymologie

Der Gattungsname Athene ist griechischen Ursprungs und verweist auf Pallas Athene, die Göttin der Weisheit, des Krieges und der Künste. Das Art-Epitheton cunicularia leitet sich von dem lateinischen Wort cunicularius („Bergmann“) ab. Dies spielt auf das Nestbauverhalten des Kaninchenkauzes an, der seinen Nistplatz in einer Bodenhöhle einrichtet.

Verbreitung und Lebensraum

Der Kaninchenkauz ist in Nord- und Südamerika der Hauptvertreter der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae). Er ist von Argentinien über Süd-Florida bis hin zur Karibik anzutreffen. Bislang sind mehr als zwanzig Unterarten beschrieben worden, die einander stark ähneln.

Das kleine Käuzchen erreicht eine Körperlänge von gerade einmal 23 Zentimetern; es ist überall in den Grassteppen Amerikas anzutreffen. Es hält sich in der Nähe der Bodenhöhlen auf, die er bewohnt; als eine der wenigen Eulenarten, die teilweise auch tagsüber aktiv sind, hält es sich in der Regel in deren Umgebung auf.

Der Kaninchenkauz ernährt sich hauptsächlich von Gliederfüßlern und bestimmten Nagetierarten. Daher ist er in allen Ökosystemen, wo er beheimatet ist, bei Landwirtinnen und -wirten ein gern gesehener Gast. Er ist somit sehr hilfreich bei der Schädlingsbekämpfung und passt seinen Appetit sogar an eine saisonal bedingte starke Zunahme des Schädlingsaufkommens an.

Auch passt sich der Kaninchenkauz an erhebliche anthropogene Veränderungen an, und hiermit auch an die jeweils andere Nahrung, die sich ihm hierdurch bietet. Dies ist auch der Grund für den hervorragenden Erhaltungszustand dieser Eulenart, deren Bestand nach aktuellem Kenntnisstand als nicht gefährdet eingestuft wird.

Studien zur Ernährung von Populationen, die in Ecuador beheimatet sind, haben gezeigt, dass der Kaninchenkauz hier Beute mit einem Gewicht von bis zu 162 Gramm verzehrt. Untersuchungen seines Kots haben bestätigt, dass er auch Fisch sowie Schlangen (Nattern) verspeist. Seinen täglichen Nahrungsbedarf deckt er jedoch zu mindestens 70 Prozent aus Gliederfüßlern.

Ihr Gelege besteht im Durchschnitt aus vier bis sechs Eiern, die zu etwa 80 Prozent überlebensfähig sind. Der Bestand des Kaninchenkauzes hält sich daher sehr gut. Günstig auf seinen Bestandserhalt wirkt sich zudem aus, dass er sich leicht an Naturräume anpasst, die der Mensch mitgestaltet hat.

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