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Name

  • Deutscher Name: Grünscheitel-Flaggensylphe
  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Ocreatus underwoodii

Etymologie

Der Gattungsname ocreatus ist lateinischen Ursprungs und bedeutet „mit Beinschienen bekleidet“. Er verweist auf die kleinen weißen Hosen, die die Flaggensylphe an den Beinen trägt. Das Art-Epitheton underwoodii bezieht sich auf den Naturforscher Thomas Richard Underwood, der die Flaggensylphe erstmals beschrieben hat.

Verbreitung und Lebensraum

Die Flaggensylphe lebt in den Anden von Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien. In Venezuela bewohnt sie die Sierra de Perijá, sämtliche Bundesstaaten der Anden (Táchira, Mérida, Trujillo und Lara), Falcón, Yaracuy, das Gebiet der Cordillera de la Costa, den Distrito Capital sowie Miranda. Seltener Standvogel in unterschiedlichen Waldarten (saisonaler Regenwald bis hin zum Nebelwald), Waldrändern, Sekundärwäldern und schattigen Kaffeeplantagen. Sie lebt in Höhenlagen von 800 bis 3000 Metern. Wie andere Arten aus der Familie der Kolibris auch begibt sich die Flaggensylphe auf Höhenmigration und folgt dabei der Blütezeit der verschiedenen Pflanzen.

Fortpflanzung und Erhaltungszustand

Die Flaggensylphe lebt in der Strauchschicht sowie im Kronendach und zeigt dort jeweils ein anderes Verhalten: In der Strauchschicht hält sie sich als Einzelgänger auf und ernährt sich vorzugsweise von Blüten mit kleinen Blütenkelchen der Gattungen Palicourea und Miconia sowie einiger Gattungen der Familie der Ericaceae, vor allem Cavendishia, Psammisia und Macleania. Im Kronendach lebt die Art in gemischten Gruppen mit anderen Kolibriarten, die sich dort ebenfalls von Baumblüten ernähren, und zwar vornehmlich der Gattungen Inga und Clusia. Ihr Flug ist pendelnd und erinnert an den einer Biene. Zur Nahrungsaufnahme schwebt sie entweder über der Blüte und schlägt dabei ihren Schwanz zusammen, oder sie hält sich an der Blüte fest. Das kleine, tassenförmige Nest der Flaggensylphe befindet sich in einer Höhe von sechs bis acht Metern und besteht aus Pflanzenfasern und Lychen, die an horizontal wachsenden Ästen befestigt werden. Das Gelege besteht in der Regel aus zwei Eiern, die vom Weibchen etwa 15 bis 19 Tage bebrütet werden. Die Jungen haben einen braunen Federflaum und verbleiben etwa 25 Tage im Nest. Der Bestand der Flaggensylphe wird von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft.

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