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Name

  • Deutscher Name: Blauzügelarassari
  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Aulacorhynchus sulcatus

Etymologie

Der Gattungsname Aulacorhynchus bedeutet Furchenschnabel; das Kompositum ist aus den griechischen Wörtern aulax („Furche“, „Schwad“) und rhunkhos („Schnabel“) abgeleitet. Das Art-Epitheton sulcatus ist Lateinisch; das Adjektiv bedeutet „gerillt“ – ein Verweis auf die länglichen Furchen im Schnabel des Blauzügelarassari.

Verbreitung und Lebensraum

Der Blauzügelarassari ist eine endemische Vogelart in Venezuela, die dort in den Bergwäldern des Küstengebirgszugs der Cordillera de la Costa lebt. Seinen Lebensraum hat er in Höhenlagen von 600 bis 2400 Metern über dem Meeresspiegel. Im Vergleich mit anderen Tukanarten ist der Blauzügelarassari recht klein.

Er erreicht eine Körperlänge von rund 35 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 200 Gramm. Die Vogelart ist ein Allesfresser, der sich von allem ernährt, was er findet, wie Früchte, Insekten, Kleinsäuger, Reptilien und sogar Eier und Küken, die er aus Nestern stiehlt. Der Blauzügelarassari bewegt sich in seinem Umfeld sehr frei, denn die Färbung seines Gefieders ist an die natürliche Umgebung angepasst, sodass er getarnt ist. Er lebt als Einzelgänger, in Paaren oder in kleinen Gruppen von bis zu 16 Vögeln. Auf der Suche nach Nahrung durchforstet er intensiv die unteren und oberen Baumschichten.

Der Blauzügelarassari der Anden Venezuelas mit seinem markanten gelben Schnabel weist erhebliche morphologische Unterschiede zu anderen Arten mit grünem Gefieder der Ordnung der Spechte, zu der er ebenfalls gehört, auf: So ist der Grünspecht, der die Küstengebirge Venezuelas bewohnt, an seinem schwarzen Schnabel mit roter Färbung zu erkennen.

Der Blauzügelarassari ist in Mexiko, Mittelamerika, Kolumbien, im Norden Venezuelas und entlang der Anden Perus bis nach Süd- und Mittelbolivien verbreitet. Die Vogelart lebt ausnahmslos in Bergregionen, wie im Regenwald, im Nebelwald, in Galeriewäldern, in Sekundärwäldern und in Gebieten in Sekundärfolge.

Fortpflanzung und Erhaltungszustand

Der Bestand des Blauzügelarassaris ist nach aktuellem Kenntnisstand recht stabil und wird als nicht gefährdet eingestuft. Den Nistplatz richtet er bevorzugt in Baumlöchern oder alten Spechtnestern ein. Das Gelege besteht in der Regel aus drei bis vier Eiern und wird von beiden Altvögeln bebrütet.

Die Vogelart kommuniziert über verschiedene Laute, die bisher teilweise konkreten Funktionen zugeordnet werden konnten – so hat der Blauzügelarassari einen Ruf zur Revierverteidigung, einen Warnruf oder einen, den er beim Angriff verwendet. Auf der Suche nach Nahrung durchforstet er die oberen Baumschichten in Schwärmen. Wie sich gezeigt hat, folgt der Schwarm dabei einem Leitvogel, mit dem er sich über laute Schreie verständigt.

Einige Vogelliebhaber sind der Meinung, die Vogelart sei charakteristisch für die Gemeinde Chacao in Caracas. Ich bin anderer Auffassung, denn aktuell ist die Venezolanische Hauptstadt vollkommen von verschiedenen Arten der Gattung Ara eingenommen, darunter der Kleine Soldatenara (Ara militaris), der Rotbugara (Ara severus) und der Gelbbrustara (Ara araurana).

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